Ich liebe Weihnachten. Vielleicht ist es auch einfach nur dieses Gefühl der Vorfreude, diese Harmonie und die damit verbundenen, guten Kindheitserinnerungen, denn die Vorfreude ist meistens schöner als das eigentlich Weihnachten an sich. Aber egal! Ich liebe Weihnachten!

Jetzt ist Weihnachten vorbei, und es war wie immer wunderbar!

Ich hab am Samstag, den 23.12. mein Zimmer aufgeräumt, gesaugt, geputzt und gewischt wie eine Verrückte! Blitzeblank war alles. Am Morgen des Heiligabend bin ich dann extra etwas früher aufgestanden, hab den Weihnachtsbaum geschmückt, bin in die Wanne gegangen, hab Haare gewaschen und bin dann um kurz nach 14:00 Uhr in die Kirche gegangen, um mir das Krippenspiel anzusehen.

Krippenspiel

In den letzten Jahren hab ich immer freiwillig die Leitung des Krippenspiels übernommen, was dieses Jahr leider leider leider nicht ging, aber es war trotzdem ganz schön diesmal. Ich liebe es, obwohl ich kein gläubiger Christ bin, mir die Weihnachtsgeschichte jedes Jahr aufs neue reinzuziehen und die alten Weihnachtslieder wie “Stille Nacht, heilige Nacht”, “Hört ihr wie die Engel singen?” und “Oh, Fröhliche” zu singen!!!

Danach ging es wieder nach Hause, wo noch schnell das Bett frisch bezogen wurde und bis 18 Uhr irgendwie die Zeit totgeschlagen wurde. Obwohl wir zuhause immer erst Bescherung machen und dann essen, war es dieses Jahr umgekehrt. Es gab (für mich) vegetarische Schnitzel, Knödel, gemischtes Gemüse mit einer leckeren Soße und zum Nachtisch Vanilleeis mit heißen Kirschen. Wahnsinnig lecker!

Danach wurde alles in die Küche geräumt und los ging die Bescherung! War ganz schön dieses Jahr, weil meine Tante und meine beiden kleinen Kusinen mitgefeiert haben. Danach haben wir seit langem mal wieder ein paar Runden Rommeé gespielt, was mal wieder richtig Spaß gemacht hat. Um 21 Uhr kam dann mein Martin-Schatz vorbei und wir haben dann nochmal zu zweit Bescherung gemacht.

Am zweiten Weihnachtstag fuhren wir dann spätnachmittags zu meinem Vater, wo wir zum Raclette eingeladen waren. Es war extrem lecker und auch sehr lustig, weil durch mein Beginnen am Tisch eine Debatte um das Wort “Penis” losging. Es fing damit an, dass ich, warum auch immer, erzählte, dass meine Brüder als kleine Kinder untereinander immer den Krieg führten, wer denn bei McDonalds den längeren Pommes hatte, und dass deswegen Sigmund Freud mit seiner Theorie über den Größenwahnsinn des männlichen Gliedes doch recht hat . Daraufhin meinte mein ältester Bruder, dass er als Kind immer einen Pommes durchgerissen hat und ihn auf einen anderen draufgesteckt hat und sich daraufhin fragte, ob er wohl einen zu kleinen Penis habe, den er schon damals versucht zu kompensieren habe . Meiner Stiefschwester schien dieses Thema etwas unangenehm zu sein, woraufhin mein Bruder fragte, wo denn bei ihr das Problem sei und sie neckte indem er “PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS” sagte . Sehr lustig! :D

Nach dem Essen gab es dann auch da nochmal Bescherung, es wurde erzählt und irgendwann auch wieder nach Hause gefahren.

Auf dem Heimweg sind mein Schatz und ich dann noch durch Sülfeld gefahren und haben Häuser fotografiert, die ziemlich krass von aussen geschmückt waren.

Lichterkettenhäuser

Am zweiten Weihnachtstag kamen dann einige meiner Verwandten zu uns nach Hause. Mein gleichaltriger Cousin Daniel und ich hingen rum, redeten über Musik, und trommelten ein bisschen auf meinem Schlagzeug herum. Weil er Azubi zum Koch ist, hat er dann spontan etwas extrem leckeres gekocht und bei einem Verdauungsspaziergang bin ich dann noch bei meiner Ersatzoma vorbei, um ihr noch ihr Geschenk zu bringen und hab da auch nochmal ein Geschenk abgestaubt.

Weihnachten hat sich materiell für mich ziemlich gelohnt, ich hab einen Teller mit Nüssen, Mandarinen und Co., meinen lange ersehnten Ärzte-Pullover, das Buch “Kopfschuss”, einen neuen Discman, Loreal Hot-Glatt Creme, ein Paar Sticks, die CD “Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!”, “Wir wollen nur deine Seele” und “Geräusch”, einen Kerzenhalter, Badeperlen, einen Bad Taste-Bären, Socken mit der Aufschrift “Fuck”, einen Che Guevara Button, ein lustiges Kamasutra-Kartenspiel, ein Schmuddelheftchen, das Kamasutra, eine selbstgebrannte CD, einen Haufen von meiner polnischen Lieblingsschoki “Princessa”, die DVD “Kids”, eine Fleecedecke, einen Adapter für meinen Plattenspieler, eine Tasse mit vielen polnischen Teebeuteln und polnischen Pralinen, ein Nietenarmband, eine Packung “Merci” und insgesamt 100 Euro bekommen. Nicht übel, hm? :)

Gabentisch

Und nun warte ich auf meinen Martin-Schatz, der mir dann noch Nudeln ausgibt und mit dem ich dann die Feiertage ausklingen lasse. Yeah! Dann mal guten Rutsch ihr Lieben! ;)



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