Ihr alle tut mir so leid, wenn ihr nicht da wart!!! Was für ein geiles Konzert!!!
Schon die Beschreibung der Band als “Russian-American Surfrock Federation” lud ja schon zum Konzertbesuch ein.
Martin-Engel und ich waren pünktlich zum Einlass um 21 Uhr im Saunaklub. Ein verdammt kleiner Laden sag ich euch. Vielleicht 3 bis 5 qm oder so. Wenn man den Thekenraum nicht dazunimmt.
Um 22 Uhr sollte es eigentlich losgehen, aber der kleine Club wurde immer voller und voller, dadurch auch schnell wärmer - aber die Band kam und kam nicht. Durch die Wärme und das Rumstehen was langsam in den Knien wehtat sank die Band ohne sie vorher gehört zu haben schonmal in meiner Sympathie.
Irgendwann haben sie es dann doch mal auf Reihe bekommen, anzufangen. Und es war hammer-mega-geil!!! Surfrock war ja immer sehr, sehr ok. Aber das Konzert hat mir dann nochmal ein ganz anderes Bild verschafft. Einfach Hammer! Kein Wunder, dass die Kapelle da schonmal mit Dick Dale (die Kenner unter euch werden ihn 1000%ig kennen) aufgetreten sind.
Die drei Typen, ein Amerikaner, zwei Russen, sind so höllisch abgegangen! Die haben so eine krasse Show aufs Parkett gelegt und sich kein einziges Mal verspielt! Die haben so in die Saiten und erstrecht in die Felle gehauen! Einfach Wahnsinn! Totale Teufel an ihren Instrumenten.
Ich habe den süßlichen, kitzelnden Schmerz in den Trommelfellen echt genossen! Teilweise stand ich mit heruntergefallender Kinnlade da, so wie der Drummer, der ab jetzt mein neues Vorbild ist, geknüppelt hat. Aber auch der Gitarrist und der Typ, der statt eines Basses eine Balalaika gespielt hat, haben mich mehr als beeindruckt. Echt Saitenhexer. Der Gitarrist und Sänger hat sich beim Coversong “You can leave your hat on” beim Spielen und Singen obenrum nackig gemacht und irgendwann später haben Gitarrist und Balalaikaist die Hälse der Instrumente ineinander eingehakt und dabei fehlerfrei weitergezockt. Einfach hammer.
Es hat so einen Spaß gemacht!!! Es war einfach nur lustig und hat gerockt. Das kann man echt salopp gesagt als Trommelfellsex bezeichnen.
Zum Teil haben sie Sachen wie “Viva las Vegas” etc im Surfrockstyle gecovert, zum Teil eigene Songs gespielt. Die haben wirklich Stimmung gemacht. Ab und zu habe ich einfach die Augen für ein paar Sekunden geschlossen, nur um völlig in der Musik, in diesem Rock n Roll zu versinken. Echt, da kann einem schon einer abgehen bei.
Auch wenn mich ein paar Leute unter den Zuschauern etwas angekotzt haben. Aber solche gibts ja immer. Zum Einen war da eine Tussi, die überhaupt nicht in die Szenerie gepasst hat. So eine Nachtschichtgängerin oder so. Whatever. Und dann noch zwei alte Menschen. Ein alter Sack, der sich benommen und gegröhlt hat wie ein betrunkener 16-jähriger und eine olle Frau um die 50 mit übelster Skoliose, die als sie vor mir stand andauernd gefurzt hat. Widerlich.
Aber trotzdem. Saugeile Band. Und ich sage es nochmal: Ihr tut mir sowas von LEID!!! HAHAHAHAHA!

[...] zum zweiten Mal in den Genuss der famosen Band “The Jancee Pornick Casino“. Bereits der erste Konzertbesuch vor einem knappen Jahr war vom Feinsten und die drei Herren der “Russian American Surf [...]
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23. Dezember 2008